Sinnbild Tipps für Über mich-Texte auf der Website

Vielleicht hast du auch schon mal gehört, dass die Über mich-Seite häufig die meistgeklickte Unterseite auf Websites ist? 

Das ist so, weil Menschen eben doch von Menschen kaufen! Wir kaufen nicht einfach nur Produkte und Dienstleistungen, sondern ein gutes Gefühl. Und ein gutes Gefühl bekommen wir dadurch, dass wir wissen, wer dahintersteckt und ob wir uns damit identifizieren können. Egal, ob es sich dabei um eine einzelne Person handelt, oder ein Unternehmen.

Aber abgesehen von der Über mich-Seite – an welchen Stellen auf deiner Website solltest du noch etwas über dich schreiben? Ist ein Über mich-Abschnitt auf der Startseite wichtig? Und wie sieht es auf Angebots- und Verkaufsseiten aus – solltest du auch dort deine Geschichte erzählen?

Lies weiter, wenn dich interessiert

  • welche Gelegenheiten du auf deiner Website nutzen kannst, um von dir zu erzählen 
  • was deine Besucher*innen an der jeweiligen Stelle brennend interessiert
  • und wie du deine Geschichte so erzählst, dass sie sich in begeisterte Fans verwandeln.

Inhalt

Die Frage, die du dir immer stellen solltest

Du möchtest nicht lange vor einem leeren Blatt sitzen, sondern schnell über dich drauflos schreiben? Aber vor allem willst du nicht in die Laaaaangweilig-Falle tappen und deinen Lebenslauf runterrattern?

Ich verrate dir eine Frage, die du dir bei jedem deiner Über mich-Texte stellen kannst, um das Richtige über dich zu schreiben: “Warum ich?” 

Klingt so banal – aber du kannst die Frage je nach Kontext ganz anders beantworten. Denn egal auf welcher Unterseite deiner Website sich deine Besucher*innen befinden  – das ist es, was sie wissen wollen: Warum sie gerade bei dir an der richtigen Adresse sind. 

Also: Warum du?

Texte auf deiner Über mich-Seite

Das Herzstück deiner Über mich-Texte ist deine Über mich-Seite, klar. Hier kannst du in aller Ausführlichkeit deine Geschichte erzählen – mit Bezug auf dein Angebot, natürlich.

Auf deine Über mich-Seite klicken die meisten Besucher*innen, nachdem sie dich bereits kennengelernt haben. Sie kommen von deiner Startseite, einem Blogartikel oder haben sich sogar schon deine Angebote angeschaut.

Deshalb solltest du hier auch wirklich etwas von dir erzählen – denn deshalb klicken deine Besucher*innen ja dorthin. Ja, lach nicht! Ich hab auch schon Über mich-Seiten gesehen, auf denen drei Sätze standen à la “Schön, dass du da bist, schau dir doch mal mein Angebot an.” Das ist dann enttäuschend, weil ich eben dann auf die Über mich-Seite klicke, wenn ich etwas über die Person erfahren will. Also trau dich, wirklich über dich zu schreiben!

 

Beispiel-Aufbau deiner Über mich-Seite

Dennoch ist es wichtig, dass du nicht direkt mit der Tür ins Haus fällst, sondern einen Bogen schlägst. So könnte deine Über mich-Seite z.B. aufgebaut sein:

  1. Einstieg über deine Kund*innen: Auch hier ist es wichtig, erst mit deinen Kund*innen einzusteigen und ihnen nochmal zu erzählen, wie du oder dein Produkt ihnen helfen kannst. Welche Vorteile sie durch eine Zusammenarbeit mit dir haben und mit welchen Ergebnissen sie rechnen können.
     
  2. Überleitung über dich und deine Kund*innen: Hier schlägst du jetzt den Bogen hin zu deiner Geschichte, indem du sagst, warum sie bei dir richtig sind oder wie du ins Spiel kommst.  
    Z.B. kannst du schreiben “Dann bist du bei mir genau richtig – ich unterstütze dich dabei, deine Hormone mit Yoga wieder in Balance zu bekommen.” Oder: “Als zweifache Mutter weiß ich genau, wie es dir nach der Schwangerschaft geht. Durch meine Weiterbildung als Hormoncoach und meine Yogaausbildung kenne ich außerdem die fachliche Seite und kann dich so gezielt und empathisch dabei unterstützen, deine Hormone wieder in Balance zu bekommen.

  3. Deine Geschichte: Jetzt bist du dran und kannst über deinen Werdegang erzählen. Wichtig: Niemand möchte hier einen detaillierten Lebenslauf lesen – das ist langweilig und irgendwie auch nichtssagend, dass du von 2008 – 2013 BWL studiert hast. 
    Mein Tipp: Stell dir vor, du würdest einer Kundin bei einer Tasse Kaffee erzählen, warum du das anbietest, was du anbietest. Welche Stationen auf deinem Weg hierhin waren wichtig? Und vor allem: Warum waren sie wichtig? Was hast du z.B. aus deiner ersten Festanstellung gelernt, die so schlecht gelaufen ist? Was war der Punkt, an dem du wusstest: Ich mache mich selbstständig. Hier kannst du deine Leidenschaft für dein Thema einbringen und erklären, warum du so dafür brennst.

  4. Abschluss mit deiner Mission: Am Schluss kannst du gekonnt den Bogen wieder zurück zu deinen Kund*innen schlagen, indem du von deinen Zielen erzählst. Welchen Traum willst du dir oder deinen Kund*innen erfüllen? Was ist deine Mission mit deinem Angebot?

  5. Fun Facts: Nachdem deine Besucher*innen dein leidenschaftliches Manifest gelesen haben, kannst du mit ein paar interessanten und lustigen Fakten über dich nochmal menschlich punkten. Erzähl eine witzige Anekdote aus deinem Leben, erwähne ein spannendes Hobby oder verrate, wie sich dein Perfektionismus im Alltag zeigt. Schreib das, was sich für dich gut anfühlt und was ok ist, wenn es alle über dich wissen. Aber sei dir bewusst, dass du mit diesen persönlichen Fakten die meisten Sympathiepunkte gewinnst, weil sich deine Leser*innen mit dir identifizieren und merken: Die ist auch nur ein Mensch. 

    Hier ein Beispiel, wie du die Fun Facts auf deiner Über mich-Seite unterbringen kannst: 
Beispiel Fun Facts auf Über mich-Seite
Quelle: André Marks – Launch- und Technikprofi

Über mich-Text auf der Startseite

Deine Startseite ist wie ein Foyer, in dem du deine Besucher*innen begrüßt und sagst, was sie auf deiner Website finden können. Aber: Nicht wortwörtlich! 😀 

Hier gilt das Prinzip “Show, don’t tell!”.

Du schreibst also nicht “Herzlich willkommen! Hier findest du mein Angebot.” Sondern sagst direkt, was es bei dir gibt und für wen.

Auch, wenn deine Besucher*innen jederzeit auf deine Über mich-Seite rüberhüpfen können, um mehr über dich zu erfahren, solltest du dich auf der Startseite kurz vorstellen. Stell dir hier wieder die Frage: “Warum ich?” 

Auf dem Rest deiner Startseite hast du vermutlich dein Angebot angeteasert, gesagt, für wen du was anbietest und welche Vorteile deine Kund*innen durch eine Zusammenarbeit mit dir haben. 

In deinem Über mich-Text beantwortest du jetzt die Frage, warum du die*der Richtige für dieses Angebot bist:

  • Was befähigt dich dazu, das anzubieten? 
  • Woher hast du deine Expertise auf dem Gebiet?
  • Weshalb können deine Besucher*innen dir vertrauen? 

Den Über mich-Abschnitt auf deiner Startseite kannst du ruhig kurz fassen – du lädst deine Leser*innen ja mit einem Call to Action dazu ein, auf deiner Über mich-Seite weiterzulesen und mehr über dich zu erfahren. Beschränke dich hier also auf das Wesentliche und stelle deine Expertise in den Vordergrund. 

Hier z.B. ein gutes Beispiel für einen Über mich-Text auf der Startseite:

Beispiel Über mich-Text auf der Startseite
Quelle: Anna von Troschke – Coaching für Jurist*innen

Über mich-Text auf deiner Angebotsseite

Auf deiner Angebotsseite sind deine Besucher*innen schon einen Schritt weiter: Wenn sie hier gelandet sind, haben sie sich vermutlich schon ein bisschen über dich informiert oder kennen dich bereits durch Blogartikel oder Social Media-Content. In jedem Fall sind sie an deinem Angebot interessiert. 

Für deinen Über mich-Text ergibt sich hier allerdings wieder ein anderer Kontext: Es kann gut sein, dass deine Leser*innen noch nicht auf deiner Über mich-Seite waren, weil sie über einen Link in der Insta-Story gekommen sind oder weil sie in einem Blogartikel auf den Link zu deinem Angebot geklickt haben.

Du kannst also ruhig etwas mehr zu dir schreiben und richtig in die Vollen gehen: Schließlich geht es hier darum, dass die Menschen bei dir kaufen. Die Devise lautet hier vor allem: Vertrauen schaffen!

Während es auf deiner Startseite eher allgemein um dich ging und du auf deiner Über mich-Seite deinen ganzen Werdegang und deinen Weg zu vielleicht mehreren Angeboten geschildert hast, geht es hier um ein ganz konkretes Angebot.

Geh in diesem Text also gezielt darauf ein:

  • Wie kamst du dazu, mit genau diesem Angebot rauszugehen?
  • Warum bietest du es an und was ist dir dabei so wichtig?
  • Hast du einen persönlichen Beweggrund dafür? Dann erzähl davon, besonders, wenn es dir auch mal so ging, wie deinen Interessent*innen jetzt.
    Ähnlichkeiten verbinden und deine Story, wie du es geschafft hast, macht Mut und zeigt, dass du weißt, wovon du sprichst.

Melanie erzählt z.B. auf ihrer Angebotsseite von den Struggles, die sie als Make Up Artist-Anfängerin hatte und warum genau das ihren Kurs jetzt so gut macht:

Beispiel Über mich-Text Angebotsseiten und Salespages
Quelle: Melanie Andreas – GO! Make Up Academy

Über mich-Abschnitt auf Landingpages

Auch Landingpages, über die du z.B. dein Freebie, ein Webinar oder Miniprodukt anbietest, kannst du etwas über dich schreiben und damit mehr Vertrauen bei deinen Kund*innen schaffen.

Da viele Leute über Werbeanzeigen auf Landingpages landen, kannst du hier ruhig etwas allgemeiner schreiben – in etwa wie auf deiner Startseite. Nimm aber, wenn du kannst, Bezug auf das Produkt, das du auf der Seite bewirbst. 

Also: Warum bietest du dieses Produkt an? Welche Ergebnisse konntest du oder andere Kund*innen bereits erzielen, die dich vielleicht zu diesem Produkt inspiriert haben? 

Dieses Beispiel finde ich ganz elegant, aber dennoch kurz und knackig:

Beispiel Über mich-Text auf Landingpages
Quelle: Alexandra Polunin – Marketing ohne Social Media

Fazit

Vier Stellen sind wichtig, um deinen Website-Besucher*innen die Möglichkeit zu bieten, mehr über dich zu erfahren:

  • Über mich-Seite
  • Startseite
  • Angebotsseite
  • Landingpage

Du musst nicht auf jeder der Seiten einen Über mich-Abschnitt haben, aber nutze in jedem Fall die Chance, zumindest auf deiner Über mich-Seite wirklich etwas über dich zu erzählen. Glaub mir – deine Interessent*innen freuen sich und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass du unter „Unbedingt merken!“ im Kopf abgespeichert wirst.

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