6 Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du deine Website-Texte schreibst

Ich sitze selbst gerade wieder an meinen Website-Texten, da ich meine Website von einer Webdesignerin neu erstellen lasse.

Und ich merke mal wieder, wie schwierig es ist, über mich selbst zu schreiben. Und wie leicht, das große Ganze aus den Augen zu verlieren.

Wenn du dir gerade Gedanken über deine Website-Texte machst, sie umschreiben möchtest oder gerade erst mit ihnen anfängst, hab ich heute ein paar Tipps für dich.

Meine 6 Fragen, die du dir vorab stellen solltest. Als Grundgerüst, sozusagen.

Wichtig ist, dass du dir wirklich Zeit für die Fragen nimmst. Du brauchst die Antworten, wenn du möchtest, dass deine Kund*innen sich von deinen Texten verstanden und abgeholt fühlen.

Los gehts!

1 Welchen Nutzen haben meine Kund*innen von meinem Angebot?

Das A und O: Warum sollten deine Kund*innen dein Angebot kaufen? Was haben sie davon, mit dir zusammenzuarbeiten?

Versuche, hier in die Tiefe zu gehen. Die Kund*innen einer Brand-Designerin erhalten nach der Zusammenarbeit Grafiken, ja. Aber da stecken noch ganz andere Wünsche dahinter: Die Grafiken, das Logo, der ganze Auftritt hilft ihnen dabei, sichtbar zu werden. Sichtbar werden wollen sie, um gebucht zu werden und dadurch mehr Umsatz zu machen. Vielleicht wollen sie aber auch selbstbestimmter arbeiten oder sehen ihr Branddesign als einen Schritt zu mehr Anerkennung.

Denke also über deine Dienstleistung oder dein Produkt hinaus – was wollen deine Kund*innen?

2 Warum sollten meine Kund*innen genau mit mir arbeiten?

Was macht dich als Anbieter*in einzigartig? Oft wird das Alleinstellungsmerkmal genannt: Eine Fähigkeit oder ein Spezialgebiet, die dich von anderen hervorhebt.

Hast du eine spannende Kombination an Ausbildungen oder hast du dich auf einem bestimmten Gebiet selbst weitergebildet, das deinen Kund*innen hilft?

Hier geht es aber nicht nur um Fähigkeiten im Sinne von Wissen oder Methoden. Du kannst auch durch deine Persönlichkeit und deine Art, mit Kund*innen zu arbeiten, aus der Masse herausstechen.

Vielleicht kommst du gerne zum Punkt und erledigst alles schnell und effizient, ohne viel Schischi – ganz straight.

Vielleicht nimmst du dir aber auch viel Zeit und baust eine Geschichte auf, die dich und deine Kund*innen auf magische Weise verbindet.

Das sind nur zwei Beispiele und hier ist alles möglich. Manchmal hilft es, dabei einen Persönlichkeitstest zu machen, wie zum Beispiel den 16 Personalities Test.

Denk daran: Es gibt kein richtig oder falsch – es geht darum, die richtigen Menschen anzuziehen. Die, die sich mit dir und deiner Arbeitsweise wohlfühlen und zu dir passen.

3 Welche Informationen sollten Interessent*innen über mein Angebot kennen?

Dieser Teil fällt mir zumindest leichter: Welche Daten und Fakten gibt es rund um dein Angebot?

Liste alles auf, was wichtig ist. Als erstes sind das Dauer, Ort, Inhalte und natürlich Preis.

Je nach Art des Angebots gibt es andere Dinge, die du aufführen solltest.

Bei Onlinekursen solltest du die Inhalte, Formate wie besondere Calls oder Workshops und mögliche Boni kommunizieren.

Bei physischen Produkten gehören die Größe, das Material, die Herstellung oder vielleicht auch Sicherheitshinweise dazu.

Mit den Fragen Was? Wie? Wo? Wann? Mit wem? kannst du die Informationen ganz gut eingrenzen.

4 Welche Schritte durchlaufen meine Kund*innen?

Hier solltest du wieder umdenken und aus Sicht deiner Kund*innen auf dein Angebot schauen: Wie verläuft die Zusammenarbeit für sie?

Gibt es einen Prozess, einen Ablauf, der immer gleich ist?

Gibt es Schritte, die alle deine Kund*innen durchlaufen?

Was müssen sie zuerst tun? Gibt es etwas, das sie dir vorab schicken müssen?

Bei einer Designerin könnte das z.B. so aussehen:

  1. Buche dein Kennenlerngespräch
  2. Fülle das Workbook aus.
  3. Erhalte ein erstes Design.

So ein Ablaufplan gibt deinen Interessent*innen Sicherheit. Sie wissen dann, was auf sie zukommt.

5 Welche Fragen haben Interessent*innen zu meinem Angebot?

Wenn dein Angebot schon eine Weile besteht, hast du sicher schon einige Fragen dazu bekommen.

Hier solltest du dich auf die Suche machen und alles herauskramen, was du an Fragen finden kannst: E-Mails, Instagram-DMs, Mitschriebe aus Erstgesprächen, Kommentare auf deinem Blog, auf Instagram oder anderen Plattformen.

Manchmal sind es eher Bedenken oder Missverständnisse, die deine Kund*innen formulieren. Auch die kannst du als Frage aufnehmen!

Aus “Ich glaube das ist nichts für mich, weil ich xy erst seit einem Monat kann.” machst du die Frage “Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, damit dein Angebot etwas für mich ist?”.

Wenn dein Angebot ganz neu ist und du noch keine Kund*innengespräche dazu geführt hast – tu es jetzt! 

Möglichkeiten sind z.B. ein Fragebogen, den du auf Social Media teilst oder Interviews, die du mit potenziellen Kund*innen führst. Auch Kommentare unter Instagram-Posts von ähnlichen Angeboten sind aufschlussreich.

Beantworten kannst du die Fragen überall auf deiner Website. Ich stehe ja auf FAQs, in denen alle wichtigen Fragen noch einmal zusammengefasst werden.

Aber auch in deinen Texten solltest du die Fragen beantworten. Das Ziel: Deine Besucher*innen sollen nach dem Lesen weniger, oder noch besser gar keine, Fragezeichen im Kopf haben.

6 Wonach suchen die Menschen, die dein Angebot brauchen?

Vielleicht schießt dir nach dem Lesen der Fragen im vorigen Punkt direkt ein Suchbegriff in den Kopf?

Wenn nicht, versuche dich wieder in deine Zielgruppe hineinzuversetzen. Bei welcher Herausforderung hilft dein Angebot ihnen? Wonach würdest du an ihrer Stelle googeln?

Hast du einen passenden Suchbegriff gefunden? Gib ihn bei Google ein und schau, was dir dabei von Google noch vorgeschlagen wird. Schreib die Begriffe auf, die zu deinem Angebot passen könnten.

Gib den Begriff dann bei Answer the Public ein, um weitere Fragen und Begriffe rund um dein Thema zu finden.

Diese Vorarbeit hilft dir später bei der richtigen Keyword-Recherche, für die du dann ein spezialisiertes Tool verwenden solltest. Ich nutze z.B. den Keyword Finder, du kannst aber auch die kostenfreie Version von Ubersuggest ausprobieren.

Und jetzt?

Hast du alles beantwortet? Jetzt kannst du loslegen mit dem Schreiben!

Wenn du alle Punkte befolgt hast, hast du jetzt einen viel genaueren Plan – wetten?

Falls du meine Unterstützung bei der Struktur deiner Texte oder beim Ausformulieren möchtest, kannst du dich hier bei mir melden.

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